Aka@Hot Wheelz Hildesheim 2016

Am letzten Maiwochenende 2016 war die Akakraft mit gleich zwei
Liebhabern amerikanischen Blechs
in Hildesheim auf dem Flugplatz vertreten.

Marc hat mit den V8 Freunden Hildesheim eine nette Parzelle auf der
Wiese abgesteckt und
sein piekfeiner C10 mit der holzverkleideten Ladefläche zieht die
Perfektionisten magisch an.

Wesentlich weniger dezent ist dann der Auftritt vom City Mudder K5 mit
der Blauen Lagune im Schlepptau.

Der Chevy Blazer hat mit dem DDR-Wohnwagen aus Plaste & Elaste leichtes
Spiel.
Das Thema "1980er-Jahre USA-Kapitalismus hat den real existierenden
Sozialismus im Nacken" wurde mit
definitiv ausreichend Plüsch geschmückt, so dass der ideologische Graben
bündig verfüllt wurde.

Einer der jährlichen Publikumsmagnete ist wieder das Drift-Taxi, wo man
für `nen Zwanziger 5 Runden
"Tokyo Drift" vom feinsten bekommt.

Wahlweise auch mit Frau am Steuer, was bei der bislang
noch männer-dominierten Kraftfahrzeug-Szene noch immer eine Ausnahme ist.

Drift-Trikes sind dieses Jahr erstmalig in diesem Umfang dabei gewesen.
Dabei geht es darum, mit extrem niedrigen Schwerpunkt die Reibgrenze der
Pneus auszuloten
und dann interessante Fahrmanöver auszuführen.
Sehr spannend sind auch die verschiedenen Ausprägungen als reines
Down-Hill-Trike,

Frontrad pedalbetrieben oder nachbarschaftsschonend elektrifiziert plus
die obligatorische Version
"Verbrennungsmotor im Heck mit Antriebswirkung auf die Hinterachse".

Um den Reibwert fein klein zu halten, zieren abgesägte Plastikrohrenden
die aus dem Kart-Sport stammenden Gummiwalzenräder.

Der gute, bzw. preisgünstige Chrysler LeBaron als Cabrio darf heute als
Junggesellenabschiedsauto herhalten.
Der Bräutigam ist als Freiheitsstatute inklusive Fackel (in der Hand)
verkleidet und macht sogar einen
Lauf über den Dragstrip. Zu Fuß. 40m weit. Bis zur Schnappatmung. Davon
gibt es leider kein Foto, weil
ich vor lachen die Kamera nicht mehr bedienen konnte.
Das Billig-Cabrio ist mit allem, was der Szene heilig ist, veredelt
worden und nimmt sich damit prima selber auf die Schippe.
Es gibt matt-schwarze Folie, leuchtend orange Applikationen innen und
außen sowie Aufkleber mit Totenköpfen.

Verchromte Felgen runden das Ensemble nach unten ab und selbst der
Heckaufkleberspruch zeugt von echtem
Enthusiasmus.

Die 1970er Jahre sind nur noch eine neblige Erinnerung?

Man hat das Gefühl, dass der Kopf voller Watte ist?

Dann kann das auch daran liegen, dass man in einem grün-weissen 2-Türer
mit fast 6 Metern Länge sitzt.
Und ein Stoff-Teddy ist.

Wer keine Zeit zum Tunen hat und lieber fahren will, konnte aus
zahlreichen Angeboten auswählen.
Mein persönlicher Favorit ist der Benz

, weil nicht nur die Farbe stimmt, sondern auch die Felgen was können.



Ich treffe meinen Arbeitskollegen, der mit Sohn und dessen Freunden auf
dem Gelände unterwegs ist.
Gemeinsam stehen wir vor der geöffneten Motorhaube eines grauen
Sportwagens und ich beantworte geduldig die Fragen der Kinder.

"Was macht das Teil hier?" "Mehr Leistung." "Und wozu ist dieses Teil
hier da?" "Für mehr Leistung." "Und welches Teil ist nicht für mehr
Leistung da?" "Der Chrom".

So viel professionelle Nachwuchsförderung macht müde, aber leider ist
der prinzipiell einladende Fond durch eine Kette gesperrt.

Immerhin bieten diverse Futter-Stände ausreichende
Energiezufuhr für die weitere Besichtigung der Ausstellungsstücke.

Einer meiner persönlichen Highlights ist der blaue Dodge Van,

der zum einen so stark gecleaned ist, dass nicht nur Türgriffe, sondern
sogar ganze (Heck-)Türen fehlen,

zum anderen ist neben den Trittbrettern auch der Kühlergrill aus ganz
anderem Holz geschnitzt.
Und das nicht im übertragenen Sinne.


Nach rund 6 Stunden Bummeln, Schauen und Fachsimpeln bei bestem
Sonnenschein, geht es wieder heim nach Hannover.
Das nächste Jahr will ich wieder in Hildesheim dabei sein. Die Kids
waren ebenfalls begeistert.

Und weil bei den Hot Wheelz Tagen in Hildesheim auch Oldtimer gerne
gesehen werden, ist vielleicht der eine oder andere
H-Kennzeichen-Fahrer aus der Akakraft mit von der Partie!

Beste Grüße, Jens